Mieten oder Kaufen Rechner

Finde heraus, ob Mieten oder Kaufen auf lange Sicht günstiger für dich ist. Verglichen werden die Gesamtkosten inklusive Hypothek, Grundsteuer, Instandhaltung und der entgangenen Rendite auf dein Eigenkapital.

Kaufen
Mieten
Wertsteigerung & Haltedauer

Entgangene Rendite, wenn du dein Eigenkapital stattdessen anlegst

Ergebnis

Nach 7 Jahren

Kaufen ist günstiger

$16.088 Unterschied bei den Nettokosten

Break-even

Jahr 6

$24.600$76.100$129.000$181.0001234567Jahr
Nettokosten KaufenNettokosten Mieten

Nettokosten Kaufen

$164.538

Nettokosten Mieten

$180.626

Hauswert beim Verkauf

$491.950

Wert der Geldanlage

$157.392

Kosten beim Kaufen
Anzahlung$80.000
Kaufnebenkosten$12.000
Gezahlte Hypothek$169.900
Gezahlte Grundsteuer$34.176
Gezahlte Versicherung$10.500
Gezahlte Instandhaltung$31.069
Angelegt, wenn die Miete die Kaufkosten übersteigt$373
Verkaufserlös+$173.101
Entgangene Anlage auf der Kaufseite (Gegenrechnung)+$379
Kosten beim Mieten
Gezahlte Miete gesamt$233.018
Anfangsanlage$92.000
Monatlich angelegte Ersparnis$13.000
Wert der Geldanlage am Ende+$157.392

Dieser Rechner dient nur zur Information. Steuerliche Abzüge (z. B. für Hypothekenzinsen), Steuern auf Gewinne beim Hausverkauf und Inflation sind nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse sind Schätzungen auf Basis deiner Annahmen. Lass dich vor großen finanziellen Entscheidungen beraten.

So funktioniert der Vergleich Mieten oder Kaufen

Ob Mieten oder Kaufen besser ist, lässt sich auf eine einfache Frage mit komplizierter Antwort zurückführen: Bei welchem Weg hast du nach N Jahren mehr Geld? Der Rechner bildet dazu zwei parallele Wege ab – einmal kaufst du und verkaufst irgendwann wieder, einmal mietest du und legst das Eigenkapital an, das du sonst gezahlt hättest. Der Break-even-Punkt zeigt, wie lange du bleiben müsstest, damit sich das Kaufen lohnt.

Die wahren Kosten des Kaufens sind viel höher als die monatliche Hypothekenrate. Wir addieren Tilgung und Zinsen (mit derselben Rechenmethode wie im Hypothekenrechner) und dazu Grundsteuer, Gebäudeversicherung, laufende Instandhaltung (üblicherweise 1 % des Hauswerts pro Jahr), HOA-Gebühren und PMI, falls deine Anzahlung unter 20 % liegt. Abgezogen wird der Nettoerlös beim Verkauf am Ende der Haltedauer – also der gestiegene Hauswert minus Restschuld und Verkaufskosten (meist 6 %).

Der Kniff bei einem fairen Vergleich sind die entgangenen Erträge. Wenn du mietest, verschwinden Anzahlung und Kaufnebenkosten nicht – du kannst sie anlegen. Auf der Mietseite führen wir deshalb ein Anlagekonto, das mit der Anzahlung und den Kaufnebenkosten startet und mit deiner gewählten Rendite wächst (die langfristige reale Rendite des S&P 500 liegt bei etwa 7 %, 6 % ist ein vorsichtiger Standardwert). Jeden Monat kommt der Betrag dazu, um den deine Kaufkosten die Miete übersteigen.

Das Break-even-Jahr ist das erste Jahr, in dem Kaufen günstiger ist als Mieten plus Anlegen. Bei einem Haus für $400.000, $2.500 Monatsmiete, 3 % Mietsteigerung pro Jahr und 3 % Wertsteigerung liegt es typischerweise zwischen 5 und 8 Jahren – verschiebt sich aber stark schon bei kleinen Änderungen von Zins, Mietsteigerung oder Rendite. Wer innerhalb von 3 Jahren umzieht, ist fast immer mit Mieten besser dran. Wer 10 Jahre oder länger in einem stabilen Markt bleibt, fährt mit Kaufen meist besser.

Das Tool ist bewusst einfach gehalten. Nicht enthalten sind der Abzug von Hypothekenzinsen (der vor allem Gutverdienern mit Einzelauflistung der Abzüge nützt), Steuern auf Gewinne beim Hausverkauf (selbstgenutzte Hauptwohnsitze fallen in den USA meist unter den Freibetrag von $250.000 bzw. $500.000) und Inflation. Außerdem wird angenommen, dass du über den gesamten Zeitraum investiert bleibst. Nutze das Ergebnis als Ausgangspunkt, nicht als Finanzberatung, und sprich vor einer Unterschrift mit einem unabhängigen Honorarberater.

Häufige Fragen

Ist es besser, zu mieten oder zu kaufen?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht – es hängt davon ab, wie lange du bleibst, wie der lokale Markt aussieht, wie hoch Zins und Mietsteigerung sind und was du mit dem Geld beim Mieten machen würdest. Je länger du bleibst, desto eher lohnt sich Kaufen, weil sich die Transaktionskosten (Kaufnebenkosten, Verkaufskosten, Umzug) auf mehr Jahre verteilen. Gib deine Zahlen ein und finde den Break-even für deine Situation.

Wie lange sollte ich bleiben, damit sich Kaufen lohnt?

Als Faustregel gelten 5 bis 7 Jahre, die Spanne ist aber groß. In teuren Städten mit schwacher Wertsteigerung kann der Break-even bei 10 Jahren und mehr liegen. In günstigen Märkten mit stark steigenden Mieten sind es eher 3 bis 4 Jahre. Der Rechner zeigt dein persönliches Break-even-Jahr: Bleibst du kürzer, ist Mieten plus Anlegen vorn.

Sind Steuern und steuerliche Abzüge enthalten?

Nein, das ist die vereinfachte Version. Nicht enthalten sind der Abzug von Hypothekenzinsen und Grundsteuer sowie Steuern auf Gewinne beim Hausverkauf. Für die meisten Steuerzahler in den USA ist seit der Steuerreform von 2017 die Standardpauschale höher als die einzeln abziehbaren Wohnkosten, das ändert das Ergebnis also selten. Bist du Gutverdiener mit Einzelauflistung, kannst du auf der Kaufseite grob 22 bis 37 % deiner jährlichen Hypothekenzinsen als Steuerersparnis ansetzen.

Welche Anlagerendite sollte ich ansetzen?

Standardmäßig rechnen wir vorsichtig mit 6 % pro Jahr. Die langfristige reale (inflationsbereinigte) Rendite des S&P 500 liegt historisch bei etwa 7 %, die nominale bei rund 10 %. 4 % sind konservativ und begünstigen das Kaufen, 10 % sind aggressiv und begünstigen das Mieten. Wähle eine Zahl, die zu dem passt, worin du tatsächlich anlegen würdest – Indexfonds, Anleihen oder eine Mischung – und nicht zu deinen kühnsten Hoffnungen.

Wie wirkt sich die Wertsteigerung auf das Ergebnis aus?

Sehr stark. Bei 0 % Wertsteigerung konkurriert Kaufen vor allem mit der Mietsteigerung und ist schwer zu rechtfertigen. Bei 4 bis 5 % bekommt Kaufen durch den Verkaufserlös am Ende kräftigen Rückenwind. Der historische Durchschnitt in den USA liegt bei 3 bis 4 %, schwankt aber je nach Region enorm. Schau dir vor einem hohen Ansatz die Wertentwicklung der letzten 10 Jahre in deiner Stadt an, etwa bei Zillow oder Redfin.

Was, wenn ich einen Teil des Hauses vermiete?

Der Rechner geht davon aus, dass du das ganze Haus selbst nutzt und keine Mieteinnahmen hast. Vermietest du Keller, Einliegerwohnung (ADU) oder einzelne Zimmer, wird Kaufen deutlich attraktiver, weil die Einnahmen deine Kaufkosten direkt senken. Ziehe als grobe Näherung die erwartete monatliche Mieteinnahme im Feld „Monatsmiete“ ab oder nutze einen Rechner für Mietobjekte.

Passende Ratgeber